Die Schattenklon-Technik ist ein von Tobirama Senju erschaffenes Klon-Ninjutsu. Anders als die illusorischen Kopien der einfachen Klontechnik sind Schattenklone materiell: Sie kopieren Kleidung, Ausrüstung und den physischen Zustand des Anwenders zum Zeitpunkt der Erstellung. Das Chakra wird gleichmäßig zwischen dem Original und jedem Klon aufgeteilt – ein Klon erhält die Hälfte des Vorrats, zwei Klone jeweils ein Drittel und so weiter. Diese rasche Erschöpfung der Reserven macht die Technik für Shinobi mit geringem Chakra-Vorrat gefährlich, weshalb sie nur Anwender ab Jonin-Niveau sicher einsetzen können. Naruto Uzumaki ist aufgrund seines Zugangs zum Chakra des Neunschwänzigen eine Ausnahme und kann hunderte Klone ohne sichtbare Nachteile erschaffen.
Schattenklone sind visuell und in ihrer Chakrasignatur selbst für Dōjutsu nicht vom Original zu unterscheiden, obwohl Madara Uchiha sie erkennen kann. Sie besitzen eigenes Chakra und können Techniken ausführen, einschließlich der Erschaffung neuer Schattenklone. Bei der Auflösung – durch einen Treffer oder auf Wunsch des Anwenders – werden die gesamte gesammelte Erfahrung und das restliche Chakra sofort an das Original übertragen. Diese Eigenschaft wird aktiv zur Spionage genutzt: Ein Klon dringt in feindliches Gebiet ein, erledigt die Aufgabe und löst sich auf, wodurch er die gewonnenen Informationen an seinen Meister weitergibt.
Kakashi Hatake entdeckte, dass Schattenklone das Lernen beschleunigen können: Eine Trainingsstunde mit einem Klon ergibt nach dessen Auflösung zwei Stunden Erfahrung, und hunderte Klone komprimieren Wochen Übung in Stunden. Allerdings machen der enorme Chakraverbrauch und die Anhäufung von Erschöpfung diese Methode praktisch nur Naruto zugänglich.
Im Kampf dienen die Klone zur Ablenkung, Einkreisung und zahlenmäßigen Überwältigung. Zwischen dem Original und den Klonen besteht eine feine Verbindung, die eine Koordination der Aktionen ermöglicht.