Sanfter Faust - ein Nahkampf-Stil des Hyūga-Klans, der als unübertroffene Kampfkunst und das gefürchtetste Taijutsu Konohas gilt. Er bricht keine Knochen und hinterlässt keine äußeren Wunden, fügt jedoch schwere innere Schäden zu. Der Anwender führt sein eigenes Chakra chirurgisch in das Kreislaufsystem des Gegners ein und beschädigt dabei Organe, die eng mit dem betroffenen Netzwerkbereich verbunden sind. Selbst eine flüchtige Berührung kann eine ernsthafte Verletzung verursachen, weshalb die Technik auch als "sanft" bezeichnet wird.
Mithilfe des Byakugans zielt ein erfahrener Kämpfer auf die 361 Tenketsu - die Schlüsselpunkte des Chakrasystems. Das gewaltsame Öffnen oder Schließen dieser Punkte ermöglicht es, das Chakra des Gegners vollständig zu kontrollieren: Man kann seinen Fluss verstärken oder vollständig blockieren, wodurch der Feind seine Techniken nicht mehr einsetzen kann. Sämtliche Substanzen auf Chakra-Basis werden durch den Sanften Faust zerstört: Der Anwender entlässt Chakra aus seinen Handflächen in Form einer dünnen Nadel, die fremde Energie durchtrennt. Dabei kann Chakra aus jedem beliebigen Tenketsu ausgestoßen werden, nicht nur aus den Händen, was das Fesseln des Kämpfers nutzlos macht.
Der Stil erfordert das Byakugan, da das Chakrasystem mit bloßem Auge nicht erkennbar ist, und bleibt daher ausschließliches Eigentum des Hyūga-Klans. Er ist im Nahkampf am effektivsten und verwundbar gegenüber Fernkampfgegnern, die Distanz halten können. Neben dem Angriff eignet sich der Sanfte Faust auch für unterstützende Maßnahmen, wie beispielsweise das Einrenken von Gelenken.