Im Alter von sechzehn Jahren, nachdem er den Senjutsu auf dem Berg Myōboku beherrscht hatte, durchlief Naruto eine bemerkenswerte transformation als Persönlichkeit. Zuvor handelte er oft impulsiv, indem er sich auf die Kraft des Neunschwänzigen Fuchses verließ, doch im Hermitenmodus erlangte er ein für sein Alter seltenes seelisches Gleichgewicht. Die Naturenergie lehrte ihn Zurückhaltung: In kritischen Situationen bewahrt Naruto eine kalte Entschlossenheit statt seiner üblichen Heftigkeit.
Sein Charakterkern blieb jedoch unverändert. Er glaubt weiterhin unbeirrbar an den Wert freundschaftlicher Bande und ist bereit, für den Schutz seiner Lieben jede Opfer zu bringen. Seine Sturheit, die früher in Starrsinn zum Ausdruck kam, verwandelte sich nun in ein festes Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten – Naruto weiß, dass er die Welt zum Besseren verändern kann und dafür die Mittel besitzt.
Ein neues Merkmal, das sich in dieser Phase zeigte, war die Fähigkeit zu tiefer Empathie. Das Verständnis des Schmerzes anderer, das er durch sein eigenes Leben erfahren hat, macht ihn psychologisch widerstandsfähig. Er kann seine Verbündeten sogar in verzweifelten Situationen inspirieren, während er gleichzeitig im gewöhnlichen Umgang seine kindliche Aufrichtigkeit bewahrt.
Im Kampf demonstriert Naruto ein taktisches Denken, das ihm zuvor nicht zur Verfügung stand. Die Fähigkeit, den Gegner zu analysieren, Senjutsu-Techniken mit Schattenklonen zu kombinieren – all dies weist auf die Entwicklung seiner intellektuellen Fähigkeiten hin. Doch der Hauptunterschied liegt in seiner emotionalen Reife: Er rächt sich nicht mehr für Beleidigungen, sondern strebt danach, den Gegner zu verstehen und einen Weg zur Versöhnung zu finden.