Der Charakter von Naruto im Alter von 25 Jahren hat eine bedeutende Evolution durchgemacht: Aus dem impulsiven, lauten Jugendlichen wurde er zu einem reifen, besonnenen Mann, der in der Lage ist, die Folgen seiner Worte und Taten zu sehen. Das innere Selbstvertrauen, geboren aus dem Sieg im Vierten Weltkrieg und der Kontrolle über das Neunschwänzige Monster, erfordert jetzt keine lauten Erklärungen mehr – er ist ruhig, wenn er zuhört, und überzeugend, wenn er spricht. Dennoch blieb das fröhliche Funkeln und die unerwarteten kindlichen Impulse erhalten: Er lächelt immer noch breit, liebt Ramen und kann die Beine überkreuzen direkt im Hokage-Büro, wenn er sich unter seinen Leuten fühlt. Empathie wurde zu seiner zweiten Natur: Naruto nimmt die Sorgen seines Gegenübers sofort wahr, unterstützt den Unterlegenen und hat keine Angst, Verletzlichkeit zu zeigen, weiß er doch, dass die Stärke des Hokage sich in Fürsorge zeigt, nicht in Angst. Sturheit und Unbeugsamkeit blieben bestehen, doch nun sind sie nicht mehr auf die Zerstörung von Regeln gerichtet, sondern auf die Suche nach Kompromissen: Er ist bereit, Stunden damit zu verbringen, die Ältesten zu überzeugen, auf Gegner zu hören und Entscheidungen zu überarbeiten, nur damit Konoha sicherer wird. Das Paradoxon des Hokage-Naruto besteht darin, dass er zugleich Symbol des Dorfes und Mensch ist, der niemals zulässt, dass das Symbol lebendige Schicksale überschattet – jeder Einwohner ist für ihn eine Persönlichkeit, die Schutz und Aufmerksamkeit verdient.