Mit zwölf Jahren ist Jiraiya ein leuchtendes Beispiel für eine unruhige junge Seele, voller Energie und dem Streben, die Welt kennenzulernen. Sein Charakter kombiniert die Unbefangenheit eines Kindes mit den ersten Anzeichen des Bewusstseins für die Verantwortung eines Shinobi. Er zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Neugier und Aktivität aus, die manchmal in übertriebener Redseligkeit und der Unfähigkeit zum längeren Schweigen zum Ausdruck kommt.
Der junge Jiraiya besitzt ein lebhaftes, offenes Temperament und strebt danach, im Mittelpunkt zu stehen, indem er oft der Initiator verschiedener Streiche und Abenteuer ist. Dabei verbirgt sich hinter seiner äußeren Leichtigkeit und Verspieltheit eine ernste Haltung zum Training und der Unwille, von seinen Klassenkameraden zurückzufallen. Er zeigt Beharrlichkeit beim Erlernen von Techniken, insbesondere jener, die seine Aufmerksamkeit durch komplexe und ungewöhnliche Ausführungsmechanismen auf sich ziehen.
Ein kennzeichnendes Merkmal des jungen Gennin ist seine Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen optimistisch zu bleiben, obwohl dies manchmal als Leichtfertigkeit wahrgenommen wird. Jiraiya neigt zu impulsiven Entscheidungen und handelt emotional, was von seinem Lehrer eine ständige Kontrolle erfordert. Gleichzeitig demonstriert er angeborene Führungsqualitäten und die Fähigkeit, seine Teamkameraden aufzurichten, indem er eine Atmosphäre des Vertrauens und der Zusammengehörigkeit schafft.
Sein Verhältnis zu seinem Lehrer Hiruzen Sarutobi verbindet tiefen Respekt mit dem kindlichen Wunsch, Eindruck zu machen und Anerkennung zu erhalten. Jiraiya macht sich Sorgen wegen seiner Misserfolge im Training, obwohl er versucht, dies nicht zu zeigen, indem er seine Enttäuschung hinter neckischem Verhalten oder Scherzen versteckt. Die Interaktion mit Tsunade und Orochimaru formt in ihm zunächst ein Verständnis für Teamarbeit, obwohl der Wettbewerb mit Letztgenanntem ihn ständig dazu zwingt, seine Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.
In diesem Alter zeigt Jiraiya bereits eine Neigung zur Selbstreflexion und zu Gedanken über den Sinn des Weges eines Shinobi, obwohl diese Gedanken noch nicht die Tiefe des reifen Alters erreicht haben. Er verfügt über eine ausgeprägte Fantasie und einen kreativen Ansatz zur Lösung von Problemen, der später die Grundlage seines einzigartigen Kampfstils bilden wird. Seine natürliche Herzlichkeit und Bereitschaft, zu helfen, machen ihn zu einem wertvollen Kameraden, der die Menschen um sich herum mit Enthusiasmus und Glauben an die eigenen Kräfte erfüllen kann.