Deidara ist besessen von der Idee der „Kunst", die für ihn im augenblicklichen, doch spektakulären Blitz einer Explosion liegt. Er glaubt, dass wahre Schönheit im Moment der Zerstörung geboren wird, wenn eine Schöpfung ihren Zweck erfüllt und auf dem Höhepunkt verschwindet. Diese Philosophie macht ihn eingebildet, doch er glaubt aufrichtig an seine eigene Richtigkeit und verträgt es nicht, wenn jemand seine Ansichten in Frage stellt. Er hegt einen besonderen Hass gegenüber Sharingan-Nutzern – nachdem Itachi Uchiha ihn mühelos besiegt und gezwungen hatte, Akatsuki beizutreten, erhob Deidara seine Verachtung für dieses Dōjutsu zum Rang einer obsessiven Idee.
Im Umgang mit Partnern zeigt er zwei verschiedene Seiten. Gegenüber Sasori verhält er sich zurückhaltend, sogar respektvoll, und nennt ihn „Sasori-dono" (Meister), da er in ihm einen gleichwertigen Künstler erkennt, wenn auch mit einem anderen Kunstverständnis. Gegenüber Tobi, der Sasori ersetzte, ist Deidara ständig gereizt: die Leichtfertigkeit und Ungeschicklichkeit seines Partners machen ihn wütend, und er platzt leicht in Schreie und Drohungen aus. Diese Reizbarkeit verbindet sich jedoch mit Berechnung: im Kampf ist Deidara kaltblütig, verwendet List und mehrzügige Kombinationen, um den Feind in eine Falle zu locken.
Sein Selbstwertgefühl baut auf der Anerkennung seines eigenen Genies auf. Er erträgt es nicht, wenn seine Kunst als bedeutungslos bezeichnet oder wenn auf ihn herabgesehen wird. Diese Verletzlichkeit, gepaart mit Stolz, treibt ihn zu unbesonnenen Taten, einschließlich Selbstzerstörung, um die Überlegenheit seiner „Kunst" zu beweisen. Gleichzeitig ist er nicht ohne Sinn für Humor (wenn auch eigenartigen) und fähig zu einer fast kindlichen Freude an seinen eigenen Schöpfungen.